Der Körper ist kein fragiles System, das bei jedem Kontakt mit Zusatzstoffen versagt.
Er ist anpassungsfähig, kann ausgleichen, puffern, reparieren. Genau das tut er jeden Tag.
Diese Fähigkeit zur Anpassung ist jedoch kein Freifahrtschein.
Sie funktioniert gut, solange Belastungen vereinzelt auftreten und Erholung möglich ist. Wird der Organismus jedoch dauerhaft mit problematischen Reizen konfrontiert, verändert sich das innere Milieu. Anpassung und Kompensation werden zur Dauerleistung. Dauerleistung bedeute für den Körper Stress und Stress fördert Krankheiten.
Das Problem liegt nicht im einzelnen Produkt, nicht im gelegentlichen Eis, nicht im Ausnahmefall. Es liegt in der Regelmäßigkeit, in der Summe und in der Selbstverständlichkeit, mit der Zusatzstoffe ein selbstverständlicher Teil unseres Alltags geworden sind.
Viele Menschen merken lange nichts, denn der Körper arbeitet ja erstmal weiter.
Doch unterschwellig sinkt die Widerstandsfähigkeit, Schlaf wird unregelmäßiger, Überspannungen werden schneller zu viel und die Regeneration braucht länger. Das Gleichgewicht verschiebt sich.
Kurz gesagt, Zusatzstoffe, wie Farbstoffe, Stabilisatoren und Emulgatoren sind nicht als alleinige Ursache zu sehen. Sie verstärken bestehende Disharmonien, destabilisieren Regulationssysteme und können Krankheitsverläufe begünstigen oder beschleunigen.
Darum lohnt es sich, hinzusehen und sich zu fragen, was wir unserem Körper regelmäßig zumuten.
Muss Nahrung immer bunter sein, immer süßer, immer intensiver?
Oder haben wir uns daran gewöhnt, Attraktivität mit Qualität zu verwechseln?
Welche Signale sendet uns der Körper nach bestimmten Lebensmitteln?
Wie fühlt sich Entspannung nach dem Essen im Körper an, wie Überreizung?
Wer beginnt, genauer hinzuschauen, übernimmt wieder Verantwortung.
Für das, was täglich gegessen wird, für das, was der Körper daraus macht. Für sich selbst.